Fußball-AH nach knappen Sieg gegen Bergtheim auf „Champions-League-Kurs“

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Wir waren schon mal kurz vor Spielbeginn nur zu zehnt, wir fuhren schon zum Auswärtsspiel und der Gegner war nicht da, aber dass uns vor einem Heimspiel kein Schiedsrichter zur Verfügung stand, ist bis dato noch nicht vorgekommen. Gott sei Dank waren wir mit genügend Spielern angetreten, so dass Christoph Wegert in der ersten und Gerald Stark in der zweiten Halbzeit dieses schwere Amt ausübten.

Christoph war auch der erste Schiedsrichter, der mit einem iPhone statt mit einer herkömmlichen Uhr die Zeit nahm – Gerald kam mit diesem Gerät allerdings nicht wirklich zurecht, was zur Folge hatte, dass die zweite Spielhälfte einige Minuten länger dauerte. Aber nur der Reihe nach:

In den ersten Minuten des Spiels übernahm der Gast sofort die Initiative und drängte nach vorn, doch unsere gut geordnete Abwehr ließ in dieser Phase nichts anbrennen. Das Mittelfeld zeigte sich gegen die spielstarken Bergtheimer gut organisiert und wir hatten zumindest den (Heim-)Vorteil, dass uns die Kapriolen des Spielgeräts aufgrund der katastrophalen Platzverhältnisse nicht ganz so sehr überraschten.

Gerade als das Spiel so dahinzuplätschern drohte schlug Bernhard Rützel einen eher aus der Not geborenen langen Ball in die Spitze auf den freigelaufenen Alex Vorndran, der sich gegen seinen Bewacher durchsetzen konnte und präzise auf Matthias Herbert passte. Matthias wiederum schob ganz ruhig zu seinem Prämieren-Tor zur 1:0-Führung ein. Beflügelt durch die etwas überraschende Führung zogen wir ein ansehnliches Fußballspiel auf, wobei auch der Gegner immer wieder zu seinen Chancen kam.

Ähnlich wie schon beim 1:0 fand der Ball nach zwei vertikalen Pässe in die Spitze in Bastian Kaiser seinen Abnehmer und er erhöhte auf 2:0. Wen wundert es, dass das 3:0 durch Alex Vorndran in ähnlicher Weise wie schon die ersten beiden Treffer zustande kam. Man könnte fast glauben, dass wir im Training einstudiert hätten gegen eine gut organisierte Mannschaft nach einigen Querpässen den „tödlichen“ Pass steil in die Spitze zu spielen....

Den Bergtheimer Spielern war jetzt jedenfalls deutlich anzumerken, dass sie die Partie fast schon vorzeitig abgeschrieben hatten.

Nach dem Wechsel stellte der Gegner personell um und setzte uns ein ums andere mal frühzeitig unter Druck. Dies hatte zur Folge, dass wir es kaum mehr schafften, einen geordneten Spielzug aus der Abwehr heraus zu entwickeln. Frühzeitige Ballverluste und teilweise etwas planlos nach vorn geschlagene Bälle, die jedes mal leichte Beute für die Bergtheimer Abwehrspieler darstellten, war die Konsequenz. Trotzdem hielt unsere Defensive dem Druck der gegnerischen Sturmreihen stand. Falls doch jemand das Bollwerk durchbrach, stand mit Klaus Heinkel ein zuverlässiger Schlussmann in unserem Tor. Umso ärgerlicher war es, dass ausgerechnet ein etwas verkümmerter Schuss von der Strafraumgrenze, den Klaus erst sehr spät sehen konnte, hoppelnder Weise seinen Weg in unseren Kasten fand. Da kurz zuvor ein Bergtheimer Stürmer aus wesentlich aussichtsreicherer Position den Ball schon mal an den Außenpfosten gesetzt hatte, war der Anschlusstreffer zu dieser Zeit allerdings auch nicht mehr ganz so überraschend.

Nun glaubten unsere Kontrahenten auch wieder an ihre Chance und erhöhten den Druck nochmals. Tatsächlich gelang es ihnen ca. 5 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit auf 3:2 zu verkürzen. Im gleiche Maße, wie sich die Bergtheimer nun steigerten, ließen wir nach. Auch die Umstellung in unserer Hintermannschaft war eher suboptimal und trug nicht zur Stabilisierung unseres Spiels bei. Erschwerend kam noch dazu - wie am Anfang des Berichts schon erwähnt – dass der amtierende Schiedsrichter Gerald S. mit Christophs iPhone nicht zurechtkam und uns geschlagene 6 Minuten länger spielen und leiden ließ! Von da her, liebe Bergtheimer, wäre der von euch geforderte Elfmeter nach dem verbissen geführten Zweikampf zwischen eurem 9-er und B. Rützel ohnehin außerhalb der regulären Spielzeit gelegen! ;-)

Gerald sah darin jedenfalls keine Regelwidrigkeit und ließ weiterspielen. Am Ende waren alle Rottendorfer Spieler froh, als die Partie endlich zu Ende war.

Selten sah man von uns zwei so unterschiedliche Halbzeiten – die zweite sollten wir schnell vergessen – auf der guten ersten können wir sicherlich aufbauen. Alles in allem können wir trotzdem froh sein, gegen eine starke Bergtheimer Elf einen knappen Sieg eingefahren zu haben!

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Sollte irgendwer auch nur die leiseste Kritik an den Schiedsrichtern üben wollen, ist derjenige herzlichst eingeladen, die nächsten Heimspiele als Unparteiischer zu leiten!

   
| Freitag, 18. Mai 2012 |