SK Klingenberg I - TSV Rottendorf I              4 : 4
TSV Rottendorf II - SK Schweinfurt III          4 : 4
TSV Rottendorf III - SC Maßbach                   3 : 5
TSV Karlburg II - TSV Rottendorf IV           3½ : 2½


1. Mannschaft, Regionalliga Nord-West:
Nach 6 Stunden eines sehr intensiven Matches, mit Zeitnotduellen an vier Brettern, fuhren die Rottendorfer Gäste mit einem Ergebnis von 4 - 4 zufrieden nach Hause.

Zunächst legte Dr. König an Brett 6 mit Schwarz gegen das zähe London System mit taktischer Öffnung des Zentrums los, manövrierte den Turm in die h-Linie und überraschte Zöller mit taktischem Tausch auf f3 und einem scharfen Angriff der schwarzen Dame am Königsflügel. Am Ende ging der gegnerische unbewegliche Läufer auf d3 verloren und Zöller gab sofort auf. Wiederum eine hervorragende Leistung des Mathematikers, dessen Spielstärkezahl durch seine Siegesserie nun auf etwa 2030 DWZ-Punkte steigen wird. (1 - 0)
Notation der 18 Züge Kurzpartie als Leckerbissen: Zöller (1947) – Dr. König (1969)
1.d4 d5 2.Nf3 Nf6 3.Bf4 c5 4.e3 Nc6 5.c3 e6 6.Nbd2 Bd6 7.Bg3 O-O 8.Bd3 Re8 9.O-O Bxg3 10.hxg3 e5 11.dxe5 Nxe5 12.Nxe5 Rxe5 13.Qc2 Bg4 14.Nf3 Rh5 15.Rad1 Bxf3 16.gxf3 Qd7 17.f4 Qh3 18.f3 c4.

Günter Schmitt spielte an Brett 7 mit Weiß das Igel-System. Der schnelle gegnerische Vorstoß auf d4 von Link, der bisher alle Partien gewann, wurde mit e4 beantwortet um später f4 folgen zu lassen. Link wollte dann mit f5 schnell öffnen, doch Schmitt konnte dies positionell kontern und gelangte mit leichten Vorteilen ins Mittelspiel. Hier schob Schmitt ein taktisches Remisangebot ein, das sein Gegner annahm. (1,5 - 0,5)

An Brett 2 kam Matthias Königer durch ein verfehltes System arg unter die Räder und verlor überraschend klar. (1,5 – 1,5)

Christoph Sonnenberg sah sich mit Schwarz an Brett 8 einer gegnerischen Drucksäule in der c-Linie gegenüber, hielt aber durch Doppelturmdeckung in der 7. Reihe die gegnerischen Durchbruchsbemühungen im Zaum und konterte langsam mit seinen Bauern am gegnerischen Königsflügel. Eine Überlastung des Bauern e4 führte zu einem taktischen Einschlag auf d5 und schon klarer Vorteil für Sonnenberg, der dann in gegnerischer Zeitnot eine ganze Figur gewann. (2,5 - 1,5)

IM Dr. Peter Ostermeyer hatte einen sehr schweren Stand am Spitzenbrett und eine Niederlage war zu befürchten. Ein gegnerisches Turmopfer führte letztlich zu ungleichen Läufern mit jeweils einem Turm, das dann nicht gewinnbar war. Remis! (3 – 2)

Tom Haasner versuchte mit Schwarz an Brett 4 durch taktische Verwicklungen im Sizilianer seinen Gegner zu beeindrucken, der sich dann aber an den schwarzen Bauern rächte...alle Versuche mit d5 taktisch in der Brettmitte Verwirrung zu stiften wurden jedoch vom Klingenberger widerlegt. (3 – 3)

Andrey Bobrov kämpfte in einer wechselvollen Partie wie ein Löwe und zeigte durchaus seine guten Endspielfähigkeiten. Echte russische Schachschule! Eine haltbare Stellung des Klingenbergers wurde immer wieder vor neue Aufgaben gestellt, wobei sein Gegner wohl den Faden etwas verlor und Bobrov sich auf h5 einen Bauern schnappte und dann den eigenen Bauer durchschieben konnte. (4 – 3)

Heiko Richter hatte die Schlusspartie am Laufen, war zwischenzeitlich mit einem Mehrbauern am Damenflügel belohnt worden und drang mit einem Turm auf der gegnerischen 7. Reihe ein. Das sah alles richtig gut aus. Dann plötzlich ein glattes Vergreifen mit Qualitätsverlust auf b8. Richter versuchte zwar noch am Königsflügel zu schwindeln, aber sein Gegner behielt die Ruhe. Beidseitig wurden gute Züge ausgelassen und am Ende gewann der Klingenberger seine zu Beginn schwächere Partie doch noch. (4 - 4)

Tja, da wäre mit mindestens einem Remis wohl mehr für uns drin. Jedenfalls ein hochspannender Kampf, in dem beide Parteien wohl mal Gesamtsieg erringen konnten, sich letztlich aber mit einem durchaus in Ordnung gehenden 4 - 4 trennten. Bemerkenswert: 3,5 von 4 möglichen Punkten an den hinteren Brettern!

Damit behält unser Spitzenteam den 2. Platz und trifft am 4.2. um 10 Uhr zuhause auf Kronach als Tabellendritten!


Bericht: Günter Schmitt
Redaktion: Christoph Bardorz

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