TSV Rottendorf - TSV Neuhütten-Wiesthal 1:2 (0:1)

In einer mittelmäßigen Bezirksliga-Partie ging die 1. Mannschaft des TSV leer aus.

Eine Krankheitswelle in Reihen der Rottendorfer, sowie der verletzungsbedingte Ausfall von Kapitän Julian Wolff (Knieprobleme) und die Abwesenheit von Dauerbrenner Fabian Freund (Auslandsreise) schwächten den TSV und sorgten für einige Umstellungen. So waren unter anderem ein weiteres Mal A-Jugend-Spieler Moritz Schubert in der Startelf und sein Teamkollege Marcel Stühler auf der Auswechselbank vertreten.

Schnell entwickelte sich die Begegnung zu einer zähen Angelegenheit und passte sich über weite Strecken dem nasskalten Herbstwetter an: unattraktiv und ungemütlich. Auf Seiten der Heimelf klappte im ersten Durchgang wenig und man fand nicht richtig ins Spiel. Die Gäste aus dem Spessart wirkten dagegen entschlossener und erarbeiteten sich besonders in der Anfangsphase ein leichtes Übergewicht, zunächst jedoch ohne zu einer nennenswerten Chance zu kommen. Trotz zahlreicher Vorstöße dauerte bis zur 27. Minute, ehe Neuhütten die erste Möglichkeit der Partie zu verzeichnen hatten. Nach einem missglückten Rückpass von Hans Zahn in Richtung TSV-Keeper Rene Schmachtenberger, schnappte sich ein Spieler der Gäste das Leder, zog von links in Richtung Strafraum und traf mit seinem Flachschuss den linken Pfosten. Der Aluminiumtreffer rüttelte den TSV etwas wach, der allmählich stärker wurde und sich dem gegnerischen Tor annäherte. Die Partie verlief jetzt zunehmend ausgeglichener. Die erste nennenswerte Gelegenheit auf Seiten der Hausherren bot sich Martin Hesselbach, der nach einer Flanke das Kopfballduell am Fünfmeterraum gewann und über den herauslaufenden Keeper köpfte. Kurz vor der Linie konnte ein Verteidiger Neuhüttens allerdings noch klären. Nur wenige Augenblicke später waren die Gäste auf der anderen Seite erfolgreicher. Nach einem langen Ball setzte sich Manuel Bischoff in der Spitze durch, umkurvte den heranstürmenden Torwart Rene Schmachtenberger und schob ins leere Tor, zum verdienten 0:1 ein (40.Min). Der TSV haderte in dieser Situation mit dem Schiedsrichter, denn Ausgangspunkt für den Angriff war ein freistoßwürdiger Zweikampf eines Gäste-Spielers in der eigenen Hälfte. Mit dem knappen Rückstand ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel erhitzte gleich ein weiterer Aufreger die Gemüter. Martin Hesselbach verlängerte einen Freistoß per Kopf in den Sechzehner, so dass der frisch eingewechselte Lukas Ott an die Kugel kam und von seinem Gegenspieler, unmittelbar vor dem Tor, unsanft zu Fall gebracht wurde (47. Min). Eine Situation die der Unparteiische - im Gegensatz zu der überwiegenden Mehrheit am Sportgelände - nicht als elfmeterwürdig bewertete. Die Gröschl-Elf wurde jetzt zwingender und torgefährlicher als noch im ersten Durchgang. Die nächste Großchance vergab Martin Hesselbach, als er nach Flanke von Moritz Schubert am langen Pfosten zum Abschluss kam, seine Direktabnahme aus spitzem Winkel jedoch haarscharf am Gehäuse vorbei zischte (60. Min). Der TSV bemühte sich nun um den Ausgleichstreffer und baute zunehmend Druck auf, das Tor aber fiel auf der anderen Seite. Infolge eines Konters konnte die TSV-Defensive den Ball nicht klären, so dass Neuhüttens Marco Kißner rechts im Strafraum angespielt werden konnte und das 0:2, mit einem Flachschuss ins linke Toreck markierte (68. Min). In der Schlussphase warf der TSV nun alles nach vorne und versuchte besonders über lange Bälle zum Erfolg zu kommen - jedoch ohne Erfolg. Neuhütten kam gegen die weit aufgerückten Hausherren zu weiteren aussichtsreichen Konterchancen, verpasste es aber den Sack zu zumachen. Kurz vor Ende der Partie prallte Schlussmann Rene Schmachtenberger unglücklich mit einem Gegenspieler zusammen und musste mehrere Minuten behandelt werden. Der Keeper konnte die verbleibende Zeit zwar zwischen den Pfosten absolvieren, musste nach Spielende jedoch zur Untersuchung ins Krankenhaus, wo eine leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert wurde. Nach der Unterbrechung gelang es dem TSV doch noch den Anschluss zu erzielen, als Jakob Siedler eine Kopfballvorlage von Martin Hesselbach, mit einem Volleyschuss aus wenigen Metern, zum 1:2 vollendete (90. Min). Der Treffer kam allerdings zu spät, denn kurz darauf beendete der Schiedsrichter die Begegnung und besiegelte die erste Rottendorfer Heimniederlage der Saison.

Nach mittlerweile vier sieglosen Spielen in Folge hat der TSV nun den Anschluss an die Spitzenränge verloren. Der Abstand zu den Abstiegsrängen beträgt aber weiterhin 12 Punkte und stellt aktuell noch ein solides Polster dar. Es gilt nun diesen Abstand zu halten oder nach Möglichkeit zu vergrößern, um einer entspannten Winterpause entgegenzusteuern. Am kommenden Wochenende ist die Gröschl-Elf zu Gast im Sportpark Herieden und trifft im Derby auf den punktgleichen SV Heidingsfeld.  

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