TuS Frammersbach - TSV Rottendorf 2:1 (2:1)

Nun zum bereits vierten Mal in Folge schlug sich die diesmal wieder von Coach Martin Lang betreute Elf des TSV Rottendorf zum Großteil selbst. Wie in den vorausgegangenen Partien geriet man durch einen individuellen Fehler in Rückstand und ließ in der Folge gute Chancen aus, um etwas Zählbares mitzunehmen. Der Abstand auf den Relegationsplatz ist somit auf fünf Punkte geschrumpft!

Auf dem hervorragenden Kunstrasenplatz im Spessart waren keine 120 Sekunden vergangen, als der TSV den Ball zum ersten Mal aus dem Netz holen musste. Torhüter Peter Trappschuh hatte einen Abwurf auf den sichtlich überraschten Julian Weber gespielt, welcher sofort angegangen wurde und das Spielgerät nicht weit genug aus der Gefahrenzone schlug. Ein Frammersbacher Stürmer eroberte den Ball und konnte kurz vor dem Strafraum nur mit einem Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoß führte der ehemalige Bayernliga-Topstürmer Marco Trapp aus. Unglücklich für den TSV schlüpfte die Kugel durch die Mauer in das Torwarteck. Rottendorf zeigte sich dennoch nicht geschockt und gestaltete die Auftaktphase ausgeglichen, ohne jedoch zu wirklich gefährlichen Abschlüssen zu kommen. Die Heimelf machte dies hingegen besser. Bei ihrem erst zweiten nennenswerten Angriff zischte ein völlig missratener Distanzschuss von der linken Seite an Freund und Feind vorbei Richtung langer Pfosten, wo Gästeangreifer David Aull keine Mühe hatte, das Leder aus einem Meter in die Maschen zu schieben. Eines allerdings muss man dem TSV lassen –die Moral stimmt! Man nahm das Heft nun in die Hand und kam zu ersten Großchancen. Nur zwei Minuten nach dem 0:1 schickte Nico Schubert mit einem gefühlvollen Heber über die Abwehr seinen Bruder Moritz steil, der alleine auf den TuS-Keeper zustürmend jedoch aus 14 Metern an selbigem scheiterte. In der 31. Minute führte nach einem Freistoß vom rechten Flügel die gleiche Kombination zu einem Kopfball von Moritz Schubert, welcher jedoch abgefälscht wurde und auf der Latte landete. In der 35. Minute wurden die TSV-Bemühungen dann aber endlich mit einem Treffer belohnt. Sebastian Mainka hatte auf der rechten Spielfeldhälfte einen langen Ball auf den durchgestarteten Julian Wolff verlängert. Dieser setzte sich robust und clever an der Torauslinie durch und passte das Leder mustergültig auf den in Richtung kurzer Pfosten gesprinteten Nicolas Schubert, der die scharfe Hereingabe geschickt ins lange Eck weiterleitete. Die Gastgeber zogen nun wieder das Tempo an und kamen bis zum Halbzeitpfiff noch zu zwei guten Möglichkeiten.

Der TSV schien durch den Treffer Hoffnung zu schöpfen und kam vielversprechend aus der Kabine. Jannik Fischer und vor allem Robin Busch, der auf rechts alleine auf den Torhüter zustürmte, hatten in den ersten fünf Minuten gute Einschußmöglichkeiten. Doch erneut zeigte sich, dass die Chancenverwertung des TSV ein großes Manko ist. Der Rest des Matches ist schnell erzählt. Der TuS zog sich weiter zurück und verdichtete die Räume vor dem eigenen Sechzehner. Der Lang-Elf gelang es nicht gefährlich vor das Gehäuse der Heimelf zu kommen. Viele Abspiele gerieten zu ungenau und auch lang geschlagene Bälle ließen es an Präzision vermissen. Als der TSV in der Schlussphase mit einer Dreierkette nun volles Risiko ging, hatte Frammersbach noch einige hochkarätige Konterchancen, die aber leichtfertig vergeben wurden.

Leider setzt sich mit dieser Niederlage der Trend der letzten Wochen fort, nämlich das Rottendorf durchaus ansprechende Leistungen zeigt, jedoch durch eigene Fehler und Auslassen von hervorragenden Tormöglichkeiten sich um den Lohn seiner Arbeit bringt. Bereits am Mittwoch geht es zum Nachholspiel gegen den weit abgeschlagenen Tabellenletzten aus Karlstadt, eine nur auf dem Papier einfache Aufgabe, wenn man an die Partie bei Bayern Kitzingen in der vergangenen Saison zurückdenkt!

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