TSV Keilberg - TSV Rottendorf 1:1 (0:0)

Mit einem äußerst notwendigen Punktgewinn kehrten die Bezirksliga-Fußballer des TSV Rottendorf am gestrigen Samstag vom Auswärtsspiel im Aschaffenburger Vorort Keilberg zurück. Dieser Teilerfolg ist umso höher einzuschätzen, dass die Gastgeber einen sehr erfolgreichen Start in das Jahr 2019 vorzuweisen haben und aufgrund ihrer beeindruckenden körperlichen Präsenz sicherlich nicht zu den Lieblingsgegnern des TSV zählen.

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, die immer wieder lange Bälle Richtung Rottendorfer Tor schlugen und aufgrund ihrer Lufthoheit (sechs Spieler über 1,85 m!) diese auch häufig gefährlich verlängerten. Die Rottendorfer Abwehrkette um Paul Lücke hatte alle Hände voll zu tun, um die Vorstöße des TSV Keilberg vor der Gefahrenzone zu unterbinden. So erhielten beide Innenverteidiger, Lücke und Marcel Stühler, bereits in den ersten 15 Minuten eine gelbe Karte, was natürlich eine schwere Hypothek für das restliche Match bedeutete. So hatten die Gastgeber nach einem resoluten Eingreifen von Lücke nach einer Viertelstunde die erste große Torchance, der scharf getretene Freistoß aus 20 Metern zischte jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei. Die Lang-Elf hingegen brauchte über eine halbe Stunde um zu ihrem ersten Abschluss zu kommen. Moritz Schubert und Martin Hesselbach hatten sich mit einem feinen Doppelpass auf dem rechten Flügel bis in den Sechzehner freigespielt, Hesselbachs strammer Schuss aus spitzem rechten Winkel donnerte aber am linken Pfosten vorbei. Ansonsten tat sich der TSV gegen den früh und aggressiv angreifenden Gastgeber extrem schwer, zu einem geordneten Spielaufbau zu kommen und versuchte sein Heil mit langen und hohen Bällen, die jedoch eine sichere Beute der Keilberger Abwehrriesen wurden. So ging es nach einem bis dato schwachen Bezirksligaspiel torlos in die Pause.
Der zweite Abschnitt hingegen sollte unterhaltsamer werden. Es waren gerade einmal drei Minuten gespielt, als Nico Schubert einen Freistoß von rechts scharf und flach vor das Keilberger Gehäuse schlug und der Ball an Freund und Feind vorbei bis zum langen Pfosten gelang, wo der aufgerückte Innenverteidiger Paul Lücke den auf dem doch recht unebenen Platz tückisch aufspringenden Ball aus zwei Metern über die Linie drückte. Die Gastgeber zeigten sich beeindruckt und verunsichert. Der Druck auf den TSV nahm ab und Rottendorf nahm das Heft in die Hand. Bei einem Konter der Schubert-Brüder über links legte Nico das Leder auf den am Strafraum lauernden Jannik Fischer zurück, dessen Flachschuss wurde jedoch kurz vor der Torlinie geblockt. Zehn Minuten später köpfte Kapitän Julian Wolff eine Ecke vom langen Pfosten vor das Tor, der Kopfballabschluss von Hesselbach landete aber genau in den Armen des Keilberger Torhüters. In der 74. Minute hätte der TSV Rottendorf dann aber den Sack endgültig zumachen können. Moritz Schubert schlug einen Freistoß aus dem Mittelfeld auf den am rechten Fünfereck eingelaufenen Jannik Fischer, der den Ball gefühlvoll annahm, mit seinem Aufsetzer ins kurze Eck aber am sensationell reagierenden Keeper scheiterte.
In der Schlussviertelstunde bliesen die Gastgeber jedoch noch einmal zur Schlussoffensive. Fast im Minutentakt segelten lange Bälle in Richtung des bis dahin relativ beschäftigungslosen Torhüters Peter Trappschuh. Lücke aber zeigte sich als Turm in der Schlacht und wurde auch hervorragend von seinen Abwehrkollegen Stühler, Julian Weber und Michael Dekant unterstützt. Auch die unermüdlich rackernden Sechser Wolff und Siedler liefen immer wieder die anstürmenden Gastgeber an. In der 82. Minute führte ein unnötig verursachter Freistoß auf der linken Seite dann doch noch zum Ausgleich. Der scharf und präzise vor das Tor getretene Ball wurde vom eingelaufenen Falk Siegmund aus acht Metern unhaltbar mit dem Kopf versenkt.
Unter dem Strich ist zwar ein Ausgleich in den letzten zehn Minuten ärgerlich, jedoch überzeugte wieder einmal die tolle kämpferische Einstellung der Elf und so kann man hoffen, dass am kommenden Donnerstag (18.15 Uhr) im Duell gegen den TSV Neuhütten/Wiesthal endlich der erste Heim-Dreier im Jahr 2019 eingefahren wird.

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