Am kommenden Wochenende beginnt bereits die Vorbereitung der Fußballer auf die neue Saison. Wir blicken an dieser Stelle noch einmal auf die Spielzeit 2018/2019 zurück, die der TSV auf dem 7. Tabellenplatz beendete und damit ein ähnliches Resultat wie im Vorjahr (Platz 6) erzielte. Auch der Saisonverlauf weist einige Parallelen zur vorherigen Runde auf, denn erneut wurde der Grundstein für den Klassenerhalt vor der Winterpause gelegt und ebenso gab es Startschwierigkeiten im Frühjahr, die den sicheren Ligaverbleib unnötig lange verzögerten.

Trotz teilweise massiver personeller Probleme im Herbst gelang es dem TSV mit bereits 29 eingefahrenen Zählern und 10 Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge für eine entspannte Situation zur Winterpause zu sorgen. In dieser machte das Team wie schon ein Jahr zuvor im Futsal auf sich aufmerksam. Nach dem Sieg als Gastgeber beim Qualifikationsturnier dominierte es die Würzburger Kreismeisterschaft in Ochsenfurt und sicherte sich den Turniersieg ohne ein Gegentor in der regulären Spielzeit kassiert zu haben. Es folgte das unterfränkische Endturnier in Haßfurt, bei dem sich der TSV erst in einem engen Halbfinale gegen den Bezirksligisten aus Gochsheim geschlagen geben musste und eine erneute Teilnahme an der Bayerischen Meisterschaft somit knapp verpasste.

Im Gegensatz zum gelungenen Auftritt in der Halle verlief der Start in den zweiten Saisonabschnitt äußerst schleppend. In den ersten vier Partien und somit den gesamten März über konnte kein Sieg eingefahren werden, was den komfortablen Vorsprung auf den Relegationsplatz auf fünf Punkte schrumpfen ließ. Nachdem die erste Begegnung im neuen Jahr gegen TuS Aschaffenburg-Leider deutlich verloren wurde (1:4), ging die Lang-Elf auch im zweiten Heimspiel in Folge leer aus, diesmal jedoch etwas unglücklich (1:3 gegen Retzbach). Es folgte ein gerechtes Unentschieden in Schweinheim (1:1) und schließlich eine unnötige Niederlage in Frammersbach (1:2). Der Knoten platzte erst Anfang April, als die Pflichtaufgabe beim weit abgeschlagenen Schlusslicht in Karlstadt souverän gemeistert wurde und sich der TSV beim 7:0 regelrecht den Frust von der Seele schoss. Eine Woche später haderte die Mannschaft aber wieder mit der Chancenverwertung und verpasste es im Heimspiel gegen Heimbuchenthal nachzulegen (0:0). Das darauffolgende, gerechte Remis beim TSV Keilberg hingegen konnte als wichtiger Punktgewinn betrachtet werden, durch den ein abstiegsbedrohter Konkurrent auf Distanz gehalten wurde. Mitte April gelang dann auch der erste Heimsieg 2019 mit einem deutlichen Erfolg über Neuhütten-Wiesthal (4:0) und ein weiteres Unentschieden (1:1 in Marktbreit) sorgte für eine Serie von fünf ungeschlagenen Spielen in Folge. Nebenbei bemerkt: Mit neun Remis erzielte der TSV den Höchstwert seiner Bezirksligahistorie. Obwohl die Rottendorfer anschließend ihre Auswärtspartie bei der Spielvereinigung Hösbach in den Sand setzten (0:3) und somit nur zwei Siege aus den ersten zehn Partien nach dem Winter einfuhren, konnten die Rot-Schwarzen - bedingt durch die günstigen Ergebnisse der Konkurrenz - schon vor Anpfiff des drittletzten Spieltages über den endgültigen Klassenerhalt jubeln. Im Heimspiel gegen ebenfalls frisch gesicherte Uettinger setzte sich der TSV verdientermaßen mit 2:0 durch. Eine Woche später bewies das Team in Aschaffenburg große Moral, als man dem mitten im Meisterschaftskampf befindlichen Spitzenreiter SV Vatan Spor trotz 0:4 Rückstand alles abverlangte und die Partie noch einmal spannend machte (3:5). Den positiven Schlusspunkt setzte die Mannschaft schließlich zuhause mit einem Kantersieg gegen die Sportfreunde Sailauf (5:1) und verteidigte somit den 7. Tabellenplatz.



Mit 45 Zählern bei 54:42 Toren erzielten die Rottendorfer in der Premierensaison von Coach Martin Lang und seinem Co-Trainer Julian Bohlender ein ähnliches Ergebnis wie im Vorjahr (49 Punkte, 60:39 Tore) und erneut war die Defensive (drittbeste Abwehr) ausschlaggebend für das zufriedenstellende Abschneiden. Fast schon traditionell war die Ausbeute der Vorrunde (26) größer, als die der Rückrunde (19). Mit 26 Punkten auf dem eigenen Platz erreichte der TSV seine beste Heimbilanz seit fünf Jahren und das dürfte kein Zufall sein. Die Neuanschaffung eines qualitativ hochwertigen Spindelmähers im vergangenen Jahr sowie der unermüdliche Einsatz der Rasenpfleger sorgten dafür, dass der Sportplatz am Grasholz mittlerweile über ein topgepflegtes Spielfeld verfügt, von dem die kombinationsfreudigen Fußballer enorm profitieren.

Als Topscorer der abgelaufenen Spielzeit stachen Jannik Fischer (12 Tore, 6 Vorlagen), Moritz Schubert (10 Tore, 10 Vorlagen) und der nach Schlüsselbeinbruch in der Vorrunde wiedergenesene Nico Schubert (9 Tore, 12 Vorlagen) hervor. Neben den drei Offensivmotoren waren die erfahrenen Routiniers Julian Wolff, Martin Hesselbach (beide mittlerweile rund 360 Spiele für den TSV) und Jakob Siedler die Dauerbrenner auf dem Feld. Letztgenannter zog sich jedoch Ende Mai eine Knieverletzung zu und fällt für mehrere Monate aus. Seine Zukunft für die Aktiven ist fraglich. Ebenfalls vom Verletzungspech geplagt war Thomas Melber, den ein Muskelbündelriss im Oberschenkel und eine Mittelfußverletzung seit Anfang des Jahres außer Gefecht setzen. Für die Defensive war der Rücktritt vom Rücktritt des weiterhin unverzichtbaren Abwehrchefs Paul Lücke enorm wichtig. Neben ihm etablierte sich in der Innenverteidigung zunächst Brian Weber und später Rückkehrer Marcel Stühler, der im März sein Comeback in der „Ersten“ nach fast zwei Jahren mit komplizierten Knieverletzungen gab. Die jungen Akteure Julian Weber, Sebastian Mainka sowie Michael Dekant komplettierten den über weite Strecken erfolgreichen Abwehrverbund und zwischen den Pfosten präsentierte sich einmal mehr der erfahrene Keeper Peter Trappschuh als zuverlässiger Rückhalt.

Schon mit Beginn der kommenden Runde hat der TSV einen guten Grund zur Freude, denn es startet bereits die zehnte Bezirksligasaison in Folge. Wie gewohnt wird das Team auch in der Jubiläumsspielzeit alles daran setzen den Klassenerhalt in Unterfrankens höchster Spielklasse so früh wie möglich zu sichern und sich in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen.


Fabian Heß

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