TSV Rottendorf - 1. FC Südring Aschaffenburg 5:0 (2:0)

Mit einem auch letztlich in dieser Höhe verdienten Sieg gegen den Aufsteiger aus Aschaffenburg setzt sich der TSV Rottendorf seit vielen Jahren wieder einmal an die Tabellenspitze der Bezirksliga West. Dennoch tat sich die Lang-Elf vor allem in der Anfangsphase gegen die technisch starke und fast ausschließlich mit serbischen Spielern bestückte Gastelf schwer. 

 

Trainer Martin Lang musste diesmal Stürmer Martin Hesselbach auf die Aussenverteidigerposition beordern, da mit Julian Weber und Michael Dekant gleich zwei Spieler in der Defensive fehlten. Die ersten Minuten gehörten dem TSV, der durch den diesmal in der Startelf auflaufenden Fabian Frey und Nico Schubert zu zwei Großchancen kam. Beide Male war die doch etwas langsame Gästeabwehr ausgespielt worden, doch wurden auch die jeweils von der Grundlinie präzise zurück gespielten Pässe von den Schützen neben das Tor gesetzt. Auch Südring wurde in dieser Phase gefährlich und kam vor allem über seine schnellen Flügelspieler gefährlich vor das Rottendorfer Tor, ohne jedoch Keeper Peter Trappschuh ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. In der 14. Minute hatte Jannik Fischer die bis dato größte Gelegenheit zur TSV-Führung, scheiterte aber am langen Pfosten am Gästetorhüter. Fünf Minuten später war er aber maßgeblich am Rottendorfer Treffer beteiligt, als er durch einen energischen Zweikampf am linken Flügel den Ball behauptete, welcher bei seinem Mitspieler Sebastian Mainka landete. Dieser schlug einen langen Ball Richtung Tor, vor dem Robin Busch lauerte. Die Flanke jedoch geriet immer länger und senkte sich über den verdutzten Gästekeeper ins Netz. In der Folgezeit bestimmte der TSV zwar das Match, die Gäste blieben jedoch stets durch ihr geschicktes Kurzpassspiel gefährlich. Nach knapp einer halben Stunde aber legte der TSV nach. Moritz Schubert spielte vom rechten Flügel seinen Bruder Nico an, der nach kurzem Dribbling die Kugel aus 20 Metern flach im linken unteren Eck versenkte. Kurze Zeit später bewahrte Torhüter Trappschuh die Heimelf vor einem Gegentreffer, als er gegen einen durchgebrochenen Gästestürmer prächtig parierte. Doch auch dem TSV boten sich vor dem Halbzeitpfiff noch zwei gute Möglichkeiten durch Moritz Schubert, der aber am Torhüter bzw. an der vielbeinigen Abwehr scheiterte.
Im zweiten Spielabschnitt erhöhte Südring deutlich den Druck, kam aber selten zu gefährlichen Abschlüssen. Rottendorf hingegen brachte die Gästeabwehr immer wieder in arge Verlegenheit. So scheiterte der am rechten Flügel durchgebrochene Jannik Fischer erst am Torhüter und Fabian Frey mit seinem Nachschuss, der auf der Linie von einem Verteidiger abgewehrt wurde. Und nur sechzig Sekunden danach wehrte der Gästetorhüter einen von Moritz Schubert aus spitzem Winkel abgegebenen Schuss ab, nachdem er zuvor einen Fischer-Freistoß aus 30 Metern stark pariert hatte. Es war gerade eine Stunde gespielt, als der TSV dann endgültig den Sack zumachte. Frey hatte von der linken Seite Nico Schubert eingesetzt, der das Spielgerät auf seinen rechts durchgestarteten Bruder Moritz durchsteckte, welcher den Ball aus etwa acht Metern im langen Eck versenkte. Die Moral war bei den Gästen nun endgültig gebrochen und sie ließen ihren Frust vor allem durch viele unnötige Fouls und Diskussionen mit dem Schiedsrichter aus. Der TSV hatte nun leichtes Spiel und konnte das Resultat sogar noch in die Höhe schrauben. Die unermüdlich rackernden Moritz Schubert und Julian Wolff bedienten sich in der 84. und 89. Minute nach jeweils doppeltem Doppelpass gegenseitig und konnten den Ball unbedrängt in den leeren Kasten schieben.
Somit gewann die Bezirksliga-Elf zum ersten Mal in ihrer Historie ihre ersten fünf Spiel und fährt am kommenden Sonntag mit breiter Brust zum sicherlich hochmotivierten TSV Retzbach, der allerdings mir bisher drei Punkten weit hinter den Erwartungen zurück geblieben ist.

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