Fußball: Ergebnisse und Tabellen

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Fußball: Saisonrückblick 1. Mannschaft

Eine durchwachsene Spielzeit erlebte „die Erste“ in der abgelaufenen Runde 23/24. Nachdem die Mannschaft zur Winterpause noch auf eine zufriedenstellende erste Saisonhälfte zurückblicken konnte, folgte eine äußerst magere Punkteausbeute im neuen Kalenderjahr. Abseits des Liga-Alltags gab es aber auch zwei Highlights für das Team von Manuel Gröschl und Jakob Siedler, denn neben dem Erreichen des Toto-Pokal-Finales im Kreis Würzburg, glänzte der TSV in der Winterpause einmal mehr bei einer erfolgreichen Hallensaison. Zum zweiten Mal nach 2018 hatte sich das Team die unterfränkische Hallenkrone gesichert und den Regierungsbezirk bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft vertreten.

Los ging die erfolgreiche Futsal-Reise  am 5. Januar mit der Kreismeisterschaft in der heimischen EN-Halle, wo sich der TSV im Finale zwar dem Dauerrivalen Lengfeld im Sechs-Meter-Schießen geschlagen geben musste, aber dennoch als Zweitplatzierter das Ticket für die Bezirksmeisterschaft in Rimpar löste. Dort startete die Mannschaft am 19. Januar mit einem Unentschieden (2:2) gegen DJK Oberschwarzach (Bezirksliga Ost), gefolgt von einem souveränen 2:0-Erfolg über Vatan Spor Aschaffenburg (Landesliga) und dem damit verbundenen, vorzeitigen Einzug ins Halbfinale. Im letzten Vorrundenspiel erzielte die von Taktikfuchs Jens Eiring trainierte Truppe wenige Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer gegen Landesligist FT Schweinfurt (2:1), gleichbedeutend mit dem Gruppensieg. Seiner Favoritenrolle gerecht wurde der TSV im Halbfinale gegen die Überraschungsmannschaft aus Mellrichstadt (Kreisklasse) und löste somit das Finalticket (2:1). Erneut hieß der Gegner FT Schweinfurt und es entwickelte sich eine packende Partie auf Augenhöhe, in der dem Titelverteidiger aus der Kugellagerstadt kurz vor dem Ertönen der Schlusssirene der Ausgleich gelang (2:2). Zuvor brachte Kapitän Nico Schubert seine Farben mit zwei sehenswerten Treffern in Front. Auch der Bezirksmeister musste folglich im Sechs-Meter-Schießen ermittelt werden und nachdem die ersten neun Schützen allesamt erfolgreich waren, parierte Keeper Peter Trappschuh den entscheidenden Versuch von FT-Torjäger Dominik Popp und löste einen rot-schwarzen Jubelsturm bei der Mannschaft und den zahlreichen Rottendorfer Anhängern aus.

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Somit kämpfte der TSV eine Woche später mit sieben anderen Vertretern aus ganz Bayern um den Titel des Lotto Hallencup. In der schicken Trimax-Halle im oberpfälzischen Amberg erwischte das Team eine Hammergruppe mit den beiden Bayernligisten FC Deisenhofen (Oberbayern) und ATSV Erlangen (Mittelfranken), sowie dem Bezirksligisten SpVgg Pfreimd (Oberpfalz). Angefeuert von rund 100 Rottendorfer Anhängern, die unter anderem mit einem Doppeldecker-Reisebus anreisten und für eine großartige Stimmung sorgten, hielt der TSV gegen den späteren Turniersieger Erlangen zum Auftakt lange mit und verpasste ein Unentschieden nur knapp (0:1). Im zweiten Spiel gegen Deisenhofen (0:1) fehlte ebenfalls nicht viel zu einem Punktgewinn, doch erneut reichte dem Gegner ein Treffer und somit verpasste die Mannschaft bereits frühzeitig das Weiterkommen. Auch im letzten Gruppenspiel wollte gegen Pfreimd offensiv kaum etwas gelingen, wohingegen sich die Oberpfälzer treffsicher präsentierten und dem TSV gleich vier Tore einschenkten (0:4). Die Enttäuschung über das punkt- und torlose Ende der Reise wog jedoch nur kurz, denn schnell machte sich Freude und Stolz über das Erreichte breit, was sich nach Abpfiff in einem minutenlangen Fangesang des mitgereisten Anhangs und der Spieler äußerte.

Zurück auf dem Rasen ging es für den TSV in der Bezirksliga Unterfranken West darum, den Anschluss auf Platz Zwei zu halten, denn schließlich war der Aufstiegs-Relegationsrang zur Winterpause lediglich fünf Punkte entfernt. Mit 30 Punkten (1,67 Punkte pro Spiel) und dem sechsten Tabellenplatz rechnete sich das Team im Dezember zumindest theoretische Chancen aus, ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitreden zu können. Die Mannschaft erlebte allerdings einen völlig verkorksten zweiten Saisonabschnitt, auch bedingt durch große personelle Sorgen. Platz Zwei rückte schnell in weite Ferne und der Blick richtete sich zunehmend nach unten. Mit nur 12 Zählern aus den 14 Partien nach dem Winter und einer Quote von nur 0,85 Punkten pro Spiel, belegte der Landesliga-Absteiger den ernüchternden Platz 15 in der Tabelle des zweiten Saisonabschnittes und schloss die Spielzeit schließlich auf dem 8. Platz ab. Aus dem geringen Rückstand zum Aufstiegs-Relegationsplatz im Winter, wurden schlussendlich 29 Punkte Abstand. Durch das komfortable Polster aus dem Herbst, geriet der TSV aber zumindest nie in ernsthafte Sorgen um den Klassenerhalt.

Nico 2Der Auftakt im Februar missglückte mit einer knappen Heimniederlage gegen Hösbach (0:1), gefolgt von einer unglücklichen Niederlage in Keilberg (2:4). Die letzten Gedanken um einen möglichen Wiederaufstieg wurden spätestens jetzt begraben. Im März folgte die beste Phase im neuen Kalenderjahr, mit vier ungeschlagenen Spielen in Folge, darunter knappe Erfolge gegen Wasserlos (3:2) und in Helmstadt (3:2), sowie hart erkämpften Remis gegen Kitzingen (2:2) und in Heimbuchenthal (2:2). Durch diese kleine Serie blieb der Abstand zu den Abstiegsrängen weiterhin komfortabel, doch die vorderen Ränge waren bereits außer Reichweite, so dass die verbleibenden Spiele im April und Mai zunehmend an sportlicher Bedeutung verloren. In der Folge spitzte sich die Personalsituation weiter zu und die Liste der Verletzten wurde immer länger. Gegen Saisonende musste das Trainergespann oftmals auf rund zehn potenzielle Stammspieler verzichten und viele Spieler aus der zweiten Mannschaft oder auch vereinzelt von den „Alten Herren“ einsetzen. Der TSV war in dieser Phase zwar stets bemüht Moral zu zeigen, doch nur selten konnte die dezimierte Truppe dem Gegner Paroli bieten. In den verbleibenden acht Begegnungen konnte das Team nur magere vier Zähler sammeln (3:2 gegen ETSV, 3:3 in Lengfeld) und kassierte sechs teils heftige Klatschen, meist ohne eigenen Torerfolg (0:3 gegen Hain, 0:3 in Lohr, 0:4 gegen Eisingen, 0:3 in Höchberg, 1:6 in Birkenfeld und 0:2 gegen Mömlingen).

Inmitten dieser Durststrecke stieg auch das Toto-Pokalfinale Kreis Würzburg, gegen Ligakonkurrenten Lohr am 1. Mai. Vor rund 500 Zuschauern und bei tollen Rahmenbedingungen erlebte der TSV am Grasholz ein weiteres Highlight der Saison, dass sich die Mannschaft bereits im Herbst verdiente, indem sie erfolgreich durch sechs K.O.-Runden bis ins Finale zog. Auch hier hielt die dezimierte Elf zwar entschlossen dagegen und erspielte sich einige Möglichkeiten, doch die Main-Spessart-Kicker siegten letztendlich verdient mit 3:0.

Nach zwei Monaten zum Vergessen, sehnte das Team das Saisonende herbei und war froh Mitte Mai einen Schlussstrich unter die Spielzeit 23/24 ziehen zu können. Auf Grund der personellen Situation, darf man rückwirkend erleichtert sein, durch das frühzeitig erspielte Punktepolster den Klassenerhalt vorzeitig gesichert zu haben. Die erste Saison nach einem Abstieg kann oftmals ungemütlich werden und nicht selten werden Mannschaften weiter durchgereicht, wie beispielsweise der Mitabsteiger und Ortsnachbar Lengfeld. Es gilt daher die positiven Dinge aus der holprigen Runde mitzunehmen, die Wunden zu lecken und mit hoffentlich vielen genesenen Spielern und neuem Schwung in das nächste Bezirksligajahr zu starten.

Peter 2

Dieses wird erstmals ohne den routinierten Keeper Peter Trappschuh ablaufen, denn die langjährige Nummer Eins beendete nach rund 280 Ligaspielen und 15 erfolgreichen Jahren seine beeindruckende Karriere und wurde dementsprechend beim letzten Saisonspiel gebührend verabschiedet.

Fabian Heß

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