Eine insgesamt unglückliche, wenn auch nicht ganz unverdiente, Niederlage mussten die Alten Herren des TSV Rottendorf am vergangenen Samstag bei ihrer Heimspielpremiere gegen den starken SV Bergtheim hinnehmen.

Deuteten die Anfangsminuten noch darauf hin, dass der TSV als Sieger vom Platz gehen könnte, zeigte sich jedoch schon in dieser frühen Phase des Spiels woran es letztendlich mangeln sollte.  Recht überzeugend drückte man die Gäste größtenteils in deren Hälfte, verstand es aber dann nicht über die Flügel anzugreifen oder rechtzeitig zu passen oder zu schießen, und so endeten die meisten Angriffe über das Zentrum in der sicheren und vielbeinigen Abwehr. Die Bergtheimer wiederum schalteten schnell und geschickt um und waren bei ihren wenigen Angriffen stets gefährlich.

War unser Abwehrverhalten zu diesem Zeitpunkt noch recht strukturiert, so wurde dieses mit zunehmender Spieldauer immer ungeordneter. Die Tatsache, dass man 15(!) Spieler zur Verfügung hatte erwies sich nicht zum ersten Mal als Bumerang. So standen immer wieder, für die Spieler auf dem Platz oft recht überraschend, 3 neue Spieler auf dem Feld, die mehr oder minder schnell und mit fragenden Blicken eine freie Position suchten und es so zu relativ großen Unstimmigkeiten bezüglich der Aufstellung kam. Von einem funktionierenden Rotationssystem a la FC Bayern ist man doch noch ein Stück entfernt! Zwischendurch erinnerte es eher an „Reise nach Jerusalem“!

Trotzdem fiel der Führungstreffer der Gäste Mitte der 1. Halbzeit etwas überraschend nach einer Ecke und etwa 10 Minuten später gar das Tor zum 0:2, als man in der Vorwärtsbewegung den Ball verlor und die Bergtheimer nach einem tollen Steilpass Keeper Michael Leikam keine Chance ließen.

Engagiert begann man deshalb die 2. Hälfte, doch wie schon in Durchgang 1 waren die Fehlpassquote und auch die vielen technischen Mängel dafür verantwortlich, dass manch vielversprechender Angriff am gegnerischen 16er versandete. Urplötzlich aber erzielte Bastian Kaiser den Anschlusstreffer und man schöpfte nochmals Hoffnung. Doch nicht nur technisch gelang an diesem Tag recht wenig, auch taktisch war eine gewisse Naivität nicht zu verbergen. Statt nun geduldig auf den Ausgleich zu spielen entblößte man die Abwehr und lief im 5-Minuten Takt in gegnerische Konter. Nur dem Bergtheimer Unvermögen und unserem Michael war es zu verdanken, dass es am Ende nur 1:4 stand.

Sicherlich ist die Tatsache, dass man bisher nur zweimal Außen trainieren konnte ein Grund für die ärgerliche Niederlage, jedoch sollten wir in Zukunft versuchen, einfach mehr Ordnung in unser Spiel zu bekommen und ein festes Wechselsystem beizubehalten.

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