Eine, zumindest in dieser Höhe, unverdiente Heimniederlage mussten die Alten Herren des TSV Rottendorf am gestrigen Samstagabend gegen die bärenstarke Mannschaft des SV Lindleinsmühle hinnehmen.

Bei hochsommerlichen Temperaturen begannen die 13(!) Spieler des TSV (eine erstaunliche Zahl, hatte man doch die letzten 3 Spiele absagen müssen, obwohl teilweise 18 Mann am wöchentlichen Training teilgenommen hatten) recht vielversprechend und mit viel Druck nach vorne. Nach zehn Minuten hatte man sich schon einige klare Chancen erspielt, war jedoch am sicheren gegnerischen Torhüter oder an sich selbst gescheitert. Dies schien unsere Gäste wachzurütteln. Die mit vielen jüngeren, und vor allem ehemalig höher klassigen Spielern besetzten SVler nahmen nun das Heft in die Hand und machten gehörig Dampf. Vor allem läuferisch waren sie uns deutlich überlegen, nur „Duracell-Häschen“ Karsten Geissner im Mittelfeld und Pschick und Harry Dürr aus der Defensive konnten hier erfolgreich dagegen halten. Doch auch technisch war das Spiel des SV Lindleinsmühle ein Genuss, da fast nur mit Direktspiel agiert wurde, auf dem doch teilweise unebenem Platz am Marienheim wahrlich kein einfaches Unterfangen. Auch die ständigen Rochaden der Gäste im Angriff sorgten für teilweise großes Durcheinander bei den Gastgebern.

Trotzdem war es ärgerlich, dass man, durch einen von einem Abwehrspieler abgefälschten Fernschuss, mit 0:1 in Rückstand geriet. Das 0:2 vor der Pause entsprang dann zumindest einer tollen Kombination der Gäste.

Für die 2. Halbzeit nahm man sich dann vor nochmals alles in die Waagschale zu werfen, und tatsächlich gelang Harry Mott nach uneigennützigem Abspiel von Karsten der 1:2 Anschlusstreffer. Wer nun geglaubt hatte, dass dies der Auftakt zur Wende des Spiels sei, sah sich getäuscht. Der SV zog noch einmal das Tempo an, presste die Rottendorfer schon am Sechzehner an, und kombinierte nach Ballgewinn blitzschnell (im Vergleich zu uns) nach vorne. Da der TSV nun offensiver agieren wollte, boten sich dadurch natürlich die entsprechenden Räume, und die Gäste erzielten einige wunderschöne, wenn auch teilweise etwas glückliche Tore (zwei unhaltbare Fernschüsse mit Innenpfosten). Das 1:6 war vollauf verdient, wenngleich vielleicht 2 Tore zu hoch. Wir hätten sicherlich bei etwas besserer Chancenverwertung noch das ein oder andere Tor erzielen können, man muss aber fairerweise auch eingestehen, dass unser Keeper Michael Leikam uns des Öfteren vor einem Gegentor bewahrte.

Nichtsdestotrotz sollte man dieses Ergebnis nicht als Maßstab nehmen, da der SV Lindleinsmühle uns in allen Belangen überlegen war und sicherlich zu den besten Altherren-Mannschaften im Kreis gehört und mehrere Spieler mit der Klasse eines Okan Delihasan in seinen Reihen hat. Zu hoffen ist aber vor allem, dass wir für unser letztes Spiel vor den Sommerferien in Erlabrunn eine schlagkräftige Truppe zusammen bekommen und einige Spieler in ihrem Prioritätenkatalog den samstäglichen Kick ein paar Positionen nach oben verschieben.

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