Mit einem weinenden und lachenden Auge beendeten die Alten Herren des TSV Rottendorf die Saison 2013 beim SV Stadtschwarzach/Schwarzenau. Zum einen war man froh wenigstens das letzte Saisonspiel durchführen zu können, nachdem von 19 geplanten Partien 11 (davon 8 von uns !!!) abgesagt worden waren, zum anderen war nach dem Match doch eine gewisse Enttäuschung festzustellen, da man einen 2:0 Vorsprung nicht in Zählbares hatte ummünzen können.

Groß war am Samstagnachmittag die Überraschung, nachdem sich in Schwarzach 15 (!) Spieler eingefunden hatten. Im Laufe der Woche fluktuierte nämlich die zu erwartende Spielerzahl zwischen 10 und 13, da einige gesundheitlich Angeschlagene zwar permanent in ihren sportlichen Körper hineinhorchten, dieser ihnen aber unterschiedliche Zeichen zu geben schien. Bei anderen schien eine Abneigung gegen dieses „neumodische“ groupidoo-Zeugs vorzuherrschen, da man von ihnen gar nichts hörte.

So bestand vor Anpfiff das größte Problem darin, eine Startelf zu finden und diese in einer vernünftigen Aufstellung aufs Feld zu schicken. Die ersten Minuten bestritt sogar Bernhard Ebert zwischen den Pfosten, da unser etatmäßiger Keeper Michel  erst später kommen konnte. „Pumuckel“ erledigte diese Aufgabe erwartet souverän ohne Torwarthandschuhe und ohne den Ball nur einmal in die Hand zu nehmen. Auch das von Michel prima eingetragene smiley Trikot stand ihm vortrefflich.

Überraschend sicher stand man in den ersten 30 Minuten, der Ball lief gut in den eigenen Reihen und durch genaue Steilpässe in die Schnittstellen der gegnerischen Abwehr sorgte man immer wieder für Gefahr vor dem Tor der Gastgeber. So fiel das 1:0 für den TSV fast zwangsläufig, als Harry Mott einen tollen Steilpass von Kai Ullmann erlief und dem Schwarzacher Goalie keine Chance  ließ. Nur kurze Zeit später setzte sich Letztgenannter im Strafraum gegen mehrere Abwehrspieler durch und erhöhte auf 2:0. Alles lief wie geschmiert… . Kurz vor der Halbzeit jedoch verkürzten die Gastgeber nach einer mustergültigen Flanke auf 1:2. Schon in dieser frühen Phase zeigten sich jedoch die Folgen unseres nun permanenten Wechselns, das eigentlich frischen Wind in die Mannschaft bringen sollte, bei uns leider meist zur völligen Konfusion auf dem Spielfeld führt. Statt nun das Tempo zu erhöhen, bildeten sich meist in der Nähe des Mittelkreises interessante Gesprächsrunden, in denen diskutiert wurde, wer denn nun wo spielt.

Die 2. Halbzeit verlief ähnlich wie die erste, wobei die Gastgeber jedoch weit gefährlicher vor unserem Tor auftauchten, aber immer wieder an Michael scheiterten. Torchancen auf unserer Seite blieben Mangelware und wurden meist überhastet vergeben. Äußerst umstritten fiel dann der Ausgleich. Nach einem klaren Foul an unserem Verteidiger eroberten die Gastgeber den Ball und spielten dann ganz clever auf dieser Seite einen sich mindestens 2 Meter im Abseits befindenden Stürmer an, der unserem Keeper keine Chance ließ. Als man sich dann allmählich mit einem Unentschieden zu arrangieren schien, passierte uns leider noch ein tödlicher Querpass in der eigenen Hälfte, der vom stärksten Mann der Schwarzacher dankend erlaufen und verwandelt wurde. Zum Schluss fehlte bei den meisten die Kraft, um sich noch einmal gegen die Niederlage aufzubäumen, nur wenige, angetrieben vom unermüdlichen Karsten und auch Hoss, der anscheinend in den vergangenen 14 Tagen noch einmal eine „Packung“ (Insiderwitz, sh. letzter Bericht) draufgelegt hatte, marschierten noch zielstrebig Richtung gegnerisches Tor.

Bei der anschließenden Analyse stellte Karsten dann fest, dass gerade im Bereich der 30-40 jährigen eine große Lücke in unserem Kader besteht, liefen doch am Samstag 6 Ü-50 Spieler auf! Gerade in der 2. Halbzeit macht es sich immer wieder bemerkbar, dass wir einem Gegner, der 4-6 Spieler Mitte 30 stellt, läuferisch Nichts entgegenhalten können. Diesbezüglich kann man dem Team kaum einen Vorwurf machen, jedoch muss man selbstkritisch erwähnen, dass anscheinend so mancher Schafkopfabend am Freitag etwas aus dem Ruder läuft und teilnehmende Spieler an gewissen Unpässlichkeiten leiden. Das Management der AH versucht in Zusammenarbeit mit den Spielerfrauen diesem Problem Herr zu werden!

Unterm Strich muss man also sagen, dass das jetzige Team eindeutig unter einer Ende der 70er/Anfang der 80er scheinbar verbreiteten sexuellen Unlust der fortpflanzungsfähigen Rottendorfer/innen leidet, und diese unverständliche Einstellung regelmäßig auf dem Spielfeld ausbaden muss!

smiley

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