Am Sonntag schafften beide 4er Teams der Schachabteilung den Einzug ins unterfränkische Viertelfinale in die Runde der letzten 8 Teams.

Die erste Mannschaft hatte beim Tabellensiebten der Unterfrankenliga, dem SC Prichsenstadt I anzutreten.

Völlig überraschend waren die Topspieler Michael Ziegler (DWZ 2082) und Thomas Steinhauser (DWZ 2082) nicht aufgestellt.

Aber auch die Rottendorfer Erste musste auf die Leistungsträger Matthias Königer (DWZ 2045) und Tom Haasner (DWZ 1954) verzichten.

Damit ging es in der klaren Favoritenrolle mit IM Dr. Peter Ostermeyer (DWZ 2295), Andrey Bobrov (DWZ 1993), Günter Schmitt (DWZ 1945) und Alexander Kühn (DWZ 1853) an die Bretter.

Prichsenstadt brachte mit Krenz (1881), Lindner (1630), Köhler (1631) und Szymanski (1529) einen DWZ-Schnitt von 1667 Punkten an die Bretter.

Mit einem DWZ-Schnitt von 2021 Punkten der Rottendorfer dann eigentlich eine klare Angelegenheit. Doch der 4er Pokal hat, wie beim Fußball eigene Gesetze! Beim kleinsten Fehler kann ein Brett verloren gehen und bei drei restlichen Brettern wird ein Gesamtsieg von mindestens 2,5 – 1,5 dann schon schwierig!

Genau so sollte es dann kommen. Alexander Kühn hatte sich eine vergiftete Figur einverleibt und kam unter heftigen Druck gegen Szymanski. Trotz aller Versuche von Alexander Kühn konnte er dem Würgegriff nicht mehr entkommen und verlor sehr überraschend. 0 – 1

Andrey Bobrov konnte mit den schwarzen Steinen gegen Lindner keine Vorteile erringen, gab dann aber remis, weil IM Dr. Ostermeyer auf Gewinn stand. 0,5-1,5

IM Dr. Ostermeyer beherrschte Krenz klar und eroberte die Dame gegen einen Turm. Das entstehende Endspiel wurde dann sicher nach Hause gebracht 1,5-1,5.

Damit musste Günter Schmitt an Brett 3 lediglich remis halten, um das Weiterkommen über Berliner Wertung zu sichern.
Köhler spielte mit weiß sehr sicher, hatte einen Mehrbauern, was allerdings durch zahlreiche offenen Linien für Schmitt kompensiert wurde. Im 28. Zug brachte Schmitt dann mit e6 die lange Diagonale h1-a8 unter Druck, was Köhler mit einem Rückzug seines Springers nach c3 decken wollte, kam dann aber in taktische Kreuzfeuer, in denen Schmitt zwei Bauerngewinne erzwang. Komplikationsversuche wurden dann routiniert abgewehrt und das Endspiel im 50. Zug sicher nach Hause gebracht.
Damit ein knappes und hart umkämpftes 2,5-1,5 gegen tapfere Prichsenstädter.

Der Viertelfinalgegner lautet am 26.4.2020 Regionalligist Spvgg Stetten 1, die mit 3,5-0,5 in Erlenbach überzeugend gewinnen konnten.


Die zweite Mannschaft traf in der Besetzung Daniel Ullrich (1789), Jana Bardorz (1996), Peter Güntner (1789) und Christoph Bardorz (1740) auf die Truppe aus Schweinfurt I, die ohne die stärksten Spieler in den Pokalwettbewerb gingen. Allerdings ist man mit Neubauer (1977), Reinl (1802), Lukas (1922) und Wiener (1728) durchaus sehr erfahren angetreten.

Vorab: Berliner Wertung, die Feinwertung bei Unentschieden funktioniert wie folgt: An Brett 1 wird das Ergebnis mit vier multipliziert, an Brett 2 mit drei, an Brett 3 mit zwei und an Brett 4 mit eins.

Reinl spielte gegen Jana Bardorz an Brett 2 Französische Verteidigung und machte nach knapp einer Stunde in der Eröffnung einen Theoriefehler, der zu deutlichem Vorteil für Weiß führte.

Daniel Ullrich spielte mit schwarz sehr sicher und neutralisierte Neubauers Anzugsvor- teil. Da Peter Güntner und Christoph Bardorz nach der Eröffnung leicht besser standen konnte Daniel Remise anbieten um die Berliner Wertung zu sichern. Neubauer ha- derte, stelle aber fest er hat keinen Vorteil und willigte ein. 0,5 - 0,5

Nun stand Schweinfurt an Brett 3 und 4 unter Siegzwang, da Brett 2 hoffnungslos stand und Brett 1 Remis.

Knapp zwei Stunden später vollendete Jana den Vorteil. Nun stand es 1,5 - 0,5.

Christoph Bardorz konnte ein leicht schlechteres Endspiel an Brett 4 gegen Wiener Remise halten. 2,0 – 1,0.

Damit war der Kampf entschieden. Peter Güntner kämpfte zwar mit den weißen Steinen harte 4 Stunden gegen den mehrfachen unterfränkischen Pokaleinzelmeister Norbert Lukas, musste sich dann aber geschlagen geben. 2,0 – 2,0

Da die Rottendorfer Zweite aber Brett 2 gewannen und die Schweinfurter an Brett 3 gewannen zählt Janas Sieg mehr und damit kommt Rottendorf II weiter mit 5,5-4,5 nach Berliner Wertung!

Damit wartet nun das Viertelfinale gegen Sailauf II, die ebenfalls überraschend, wegen Nichtantretens des Regionalligatabellenführers Bad Neustadt I in die Runde der letzten Acht einzogen. Das bedeutet, dass auch Chancen auf das Halbfinale durchaus gegeben sind!

Unterfränkisches Achtelfinale:

 SK Mömbris - SK Klingenberg 1,0 - 3,0
SC Alzenau - SK Lohr 1,0 - 3,0
 SK Wertheim - SV Würzburg 1,0 - 3,0
SC Prichsenstadt - TSV Rottendorf 1,5 - 2,5
SK Gerolzhofen - Schachfr. Sailauf 1,5 - 2,5
TSV Rottendorf II - SK Schweinfurt 2,0 - 2,0
Schachfr. Sailauf II - SK Bad Neustadt 4,0 - 0,0
Spvgg Stetten - SV Germania Erlenbach

3,5 - 0,5

 

Bericht: Günter Schmitt
Redaktion: Alexander Kühn

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