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Fußball: Vierter Sieg in Folge – TSV dreht Spiel in der Schlussphase
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Fußball: Vierter Sieg in Folge – TSV dreht Spiel in der Schlussphase

Würzburger FV II - TSV Rottendorf 1:2 (0:0)

Mit einem hochverdienten 2:1 Sieg bei der abstiegsbedrohten Reserve des Bayernligisten Würzburger FV kehrte die Mannschaft des TSV Rottendorf am vergangenen Sonntag aus der Zellerau zurück. Dass die Partie erst in der Schlussphase zugunsten der Eiring-Truppe entschieden wurde, lag vor allem an der katastrophalen Chancenverwertung über das gesamte Match hinweg.

Coach Eiring musste wie schon in den letzten Wochen das Team auf mehreren Positionen umbauen, da mit Tom Reiner, Marius Wiederer, Til Heilke, Robin Busch, Mathis Böhler und Moritz Schubert gleich sechs Stammkräfte ausfielen. So rückte der leicht angeschlagene Arni Eiriksson in die Innenverteidigung, Matthias Richter und Armin Lilli begannen im Angriff.

Die ersten zehn Minuten waren von einem gegenseitigen Abtasten geprägt, wobei schon früh zu erkennen war, dass es die Gastgeber mit langen Bällen auf die Außenpositionen versuchen wollten. Die erste Chance für die Gastgeber in der 9. Minute leitete dann allerdings der TSV ein, als ein Pass von Kapitän Nico Schubert abgefangen wurde, der Abschluss dann aber in letzter Sekunde von Niklas Fritzler gestört und von Pascal Krämer entschärft wurde. Danach bestimmte Rottendorf das Geschehen und kam kurz darauf zu seiner ersten großen Möglichkeit. Schubert verlängerte einen Ball mit der Hacke auf Paul Schulz, welcher die Kugel auf Richter weiterleitete, der dann jedoch aus circa fünf Metern einen Verteidiger anschoss. In der 19. Minute landete ein Heber von Schubert dann zwar im Kasten, der Assistent hatte zuvor aber eine Abseitsstellung erkannt. Wie aus dem Nichts zwang kurz darauf der WFV Keeper Krämer zu einer Glanzparade, als ein Schuss aus 18 Metern von diesem gerade noch um den Pfosten gedreht werden konnte. Dies blieb bis zum Halbzeitpfiff die einzige nennenswerte Chance der Gastgeber, die sich ansonsten einem das Match dominierenden TSV gegenübersahen. Nach einer guten halben Stunde schickte Andreas Freimann Top-Scorer Paul Schulz auf die Reise, dieser scheiterte jedoch aus etwa zehn Metern freistehend an Torhüter Perez Hintermeier. Nur zwei Minuten darauf war es wieder Schulz, der nach einem feinen Pass des starken Simeon Stellflug auf Richter und darauffolgender Ablage erneut eine Einschussmöglichkeit hatte, den noch vom Keeper leicht abgefälschten Ball jedoch nicht platzieren konnte. Im Zwei-Minuten-Takt ging es nun weiter. Schubert spielte vom linken Flügel Stellflug an, welcher im Strafraum elfmeterwürdig zu Fall gebracht wurde. Der bisher recht sichere Elfmeterschütze Fritzler setzte das Spielgerät allerdings an den linken Pfosten. Somit ging es mit einem für die Zellerauer äußerst schmeichelhaften 0:0 in die Pause, einem Zwischenergebnis, mit dem der TSV nach dem Auslassen so vieler klarer Chancen nicht zufrieden sein konnte.

Die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte sah einen etwas aktiveren Gastgeber, der dann auch nach einer Stunde die erste Möglichkeit hatte, aber erneut an Krämer scheiterte. In der Folgezeit dominierte Rottendorf zwar die Partie, kam jedoch zu keinen gefährlichen Aktionen. Erst in der 78. Minute brannte es wieder lichterloh vor dem Kasten des WFV. Lilli hatte sich den Ball an der rechten Grundlinie erkämpft und auf Schulz zurückgelegt, dem aber an diesem Tag das Schusspech an den Stiefeln zu kleben schien. Aus fünf Metern schoss er den Torhüter an und auch der Abpraller, der an Schuberts Kopf prallte, segelte knapp über das Tor. Und war man zu diesem Zeitpunkt auf TSV-Seite schon über das Remis enttäuscht, so sollte es in der 81. Minute noch schlimmer kommen. Nach einem Ballverlust im offensiven Mittelfeld schaltete der Gastgeber blitzschnell um und konterte über den linken Flügel. Aus circa 14 Metern zog ein WFV-Stürmer ab und Torhüter Krämer konnte den Ball nicht sichern und ließ diesen nach vorne abklatschen. Der mitgelaufene Aladi hatte keine Mühe das Leder aus fünf Metern in den leeren Kasten zu schieben. Rottendorf zeigte sich nach diesem Rückschlag keineswegs geschockt und blies zum Gegenangriff. Und nur drei Zeigerumdrehungen später wurde man belohnt. Schulz spielte vom linken Flügel den im Sechzehner lauernden Stellflug an, welcher die Kugel sogleich auf Lilli weiter leitete, der aus kurzer Distanz zum 1:1 ausglich. Von den Blauen war zu diesem Zeitpunkt nichts mehr zu sehen, es war der TSV, der unbedingt die drei Punkte mit an das Grasholz nehmen wollte. In der 90. Minute belohnten sich die leidenschaftlich kämpfenden Spieler dann schließlich doch noch. Nik Hofrichter eroberte am gegnerischen Strafraum den Ball, drang in den Sechzehner ein und wurde von den Beinen geholt. Schiedsrichter Schätzlein aus Kirchlauter entschied prompt auf Elfmeter. Schulz bewies trotz seiner an diesem Tage ungewöhnlichen Abschlussschwäche Mut und Nerven und versenkte das Leder unhaltbar im linken Eck. 120 Sekunden darauf hätte er einen Doppelpack schnüren können, als er erneut alleine auf das Tor zustürmte, doch auch diese Großchance landete über dem Tor. Auch beim Schlusspunkt des Matches war Schulz maßgeblich beteiligt, als er nach einem langen Ball von Schubert wiederum alleine auf Perez Hintermeier zu dribbelte, dieses Mal aber vielleicht aber aufgrund seiner voraus gegangenen Fehlschüsse sich für einen Pass auf den mitgelaufenen Richter entschied, welcher aber bezeichnenderweise auch zu ungenau geriet und von einem Verteidiger geklärt wurde.

Unter dem Strich zählen jedoch nicht die vergebenen Tormöglichkeiten, sondern die drei Punkte, die den Rückstand des TSV auf Relegationsplatz 2 auf nur noch einen Punkt schmelzen ließen. Am kommenden Sonntag empfängt man am Grasholz mit der SpVgg Giebelstadt nicht nur das Team des ehemaligen TSV-Trainers Martin Lang, sondern gewiss auch einen deutlich stärkeren Gegner als den WFV II.

Andreas Schubert

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